Einzelinitiative für Investitionsbeitrag der Gemeinde

Das Bootshaus muss saniert, umgebaut und erweitert werden.

Dies erfordert eine Investition in die Infrastruktur, die der Seeclub nicht allein tragen kann.

Um den Verein und den Ruderbetrieb für die nächsten Jahrzehnte zu sichern, ist der Seeclub auf einen namhaften Beitrag der Gemeinde angewiesen.


Zu diesem Zweck wurde am 31. Janauar 2022 eine Einzelinitiative eingereicht mit dem Antrag für einen Investitionsbeitrag der Gemeinde.
 

Der Inhalt der Initiative lautet wie folgt:

  1. Für die Erneuerung und Erweiterung des Ruderzentrums Richterswil wird dem Seeclub Richterswil (SCR) ein Beitrag von Fr. 950'000.- gewährt.

  2. Die Auszahlung erfolgt, sobald eine rechtskräftige Baubewilligung für das neue Ruderzentrum und verbindliche Finanzierungszusicherungen für die Gesamtkosten vorliegen.

  3. Der Gemeinderat wird mit dem Vollzug beauftragt.

Die nachstehenden Informationen sind auch hier zu finden ("Einzelinitiative: Das Wichtigste in Kürze").

 

Kosten

Aktuell wird mit Kosten von rund Fr. 2.5 Mio gerechnet.

 

Vergleiche mit bereits realisierten Projekten anderer Ruderclubs zeigen, dass dieser Betrag realistisch ist.

 

Mit der Beschränkung auf eine Sanierung könnten zwar die Kosten gesenkt werden. Eine Sanierung würde jedoch nur einen kleinen Teil der Probleme lösen und wäre in keiner Weise zukunftsgerichtet.

Ausserdem würde die Einsparung in keinem vernünftigen Verhältnis stehen zum damit verbundenen Verzicht auf den Mehrwert, den der Um- und Ausbau bringt.

 

Höhe des Gemeindebeitrags

Der angefragte Betrag mag auf den ersten Blick hoch erscheinen. Bei genauerer Betrachtung relativiert er sich jedoch erheblich:

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Berücksichtigung des Zeitraums

Der Seeclub hat seit dem Bau des jetzigen Bootshauses sämtliche Investitionen in die Infrastruktur und deren Unterhalt selber finanziert und in den letzten 35 Jahren keine wesentlichen Investitionsbeiträge der Gemeinde erhalten.

 

Beim angefragten Betrag handelt es sich um einen Investitionsbeitrag, der einen langfristigen Nutzen nicht nur für den Seeclub, sondern auch für die Gemeinde und die Allgemeinheit bringt. Dieser Nutzen ist vielfältig und wird weiter unten beschrieben.

Einmaliger Beitrag vs verteilte Beiträge

Rechnet man den Betrag auf einen Zeitraum von 35 bis 40 Jahren um, ergibt dies rund Fr. 25'000 pro Jahr. Dies ist vergleichbar mit dem Betrag, den die Gemeinde auch für andere Vereine ausgibt.

 

Der Unterschied besteht einzig darin, dass der Beitrag für den SCR auf einmal anfällt, während die Beiträge für die anderen Vereine in kleineren Tranchen über die Jahre verteilt ausgerichtet werden.

 

Ein erheblicher Teil dieser Beiträge hat die Form von wiederkehrenden indirekten Leistungen. Dazu gehören insbesondere die Kostenanteile für den Betrieb und Unterhalt von Turnhallen, Sportplätzen usw., die in der Jahresrechnung nicht separat ausgewiesen werden.

 

Im Sinne der Gleichbehandlung ist der angefragte Beitrag somit gerechtfertigt.

Beiträge an andere Vereine werden nicht in Frage gestellt!

Wichtig: Es geht dem Seeclub in keiner Weise darum, die Leistungen an andere Vereine in Frage zu stellen oder sie ihnen zu missgönnen! Es geht einzig darum, mit gleichen Ellen zu messen.

Akzessionsprinzip

Gut zu wissen: Gemäss dem Akzessionsprinzip gehören sämtliche Bauten, die der Seeclub erstellt, der Gemeinde. Die Gemeinde erhält also sozusagen mit dem Einsatz von Fr. 950'000 eine Anlage im Wert von Fr. 2.5 Mio.

Und dies, ohne dass die Gemeinde mit dem Bau und dem Unterhalt belastet wird.

Der Seeclub hat nur das Nutzungsrecht an den Bauten.

 

Fr. 950'000 und der Kaffeepreis

Kaffeetasse small.jpg

Wenn man den Beitrag auf 35 Jahre umrechnet, zahlt jede/r Richterswiler/in ca. 2 Franken pro Jahr an das Projekt.

Zurzeit entspricht das dem Preis für eine halbe Tasse Kaffee.

 

Im Vergleich dazu ist der Nutzen unbezahlbar.

 

Nutzen für die Gemeinde und die Allgemeinheit

  • Der neue vergrösserte Clubraum bietet Platz für bis zu 150 Personen. Er soll als Versammlungsraum am See auch Dritten zur Verfügung stehen (insbesondere den Richterswiler Vereinen).

 

  • "Das Ruderzentrum ist eine Aufwertung für das Horn" (Planungsgruppe Zimmerberg).

 

  • Das Ruderzentrum soll eine Plattform für das Para-Rowing (Rudern für Menschen mit Beeinträchtigungen) bieten. Es wäre in weitem Umkreis einzigartig. Verschiedene Behindertenorganisationen haben bereits ihr Interesse signalisiert. Para-Rowing beschränkt sich dabei nicht nur auf Menschen im Rollstuhl, sondern umfasst eine breite Palette von Beeinträchtigungen.

 

  • Das Ruderzentrum kann zu einem Anziehungspunkt für Ruderbegeisterte aus dem In- und Ausland werden. Davon profitieren auch die Jugendherberge und das Gewerbe.

 

  • Der Rudersport ist umweltfreundlich. Er erzeugt keinen Lärm, keine Abgase und keine Wasserverschmutzung. Zudem sind die Anfahrtswege kurz und können von vielen Mitgliedern ohne Auto bewältigt werden.

 

  • Richterswil ist stolz auf das Label "Energiestadt". Die energetische Sanierung trägt diesem Umstand Rechnung.

 

  • Der Seeclub wird sich bemühen, für die Bauarbeiten so weit wie möglich Aufträge an lokale Betriebe zu vergeben. Einerseits leistet der Seeclub damit einen Beitrag an die Sicherung von Arbeitsplätzen und anderseits fliesst ein Teil des investierten Geldes in Form von Steuern wieder an die Gemeinde zurück.

 

  • Stetig steigende Krankenkassenprämien und Kosten im Gesundheitswesen sind ein Dauerthema. Der kostengünstigste Weg, diese Steigerungen einzudämmen, ist die Prävention. Rudern ist eine der gesündesten Sportarten überhaupt und kann ein Leben lang ausgeübt werden. Der Seeclub leistet einen aktiven Beitrag dazu.

 

  • Der Seeclub bietet eine sinnstiftende Freizeitbeschäftigung und ein soziales Umfeld für Jung und Alt. Wie wichtig das ist, hat sich gerade in Zeiten der Pandemie gezeigt. Der Ruderbetrieb konnte praktisch ohne Unterbruch aufrechterhalten werden.

 

  • Das Ruderzentrum trägt dazu bei, ein attraktives Wassersportangebot in Richterswil zu erhalten und auszubauen. Was wäre eine Seegemeinde wie Richterswil ohne einen Ruderclub wie den SCR?

 

  • Mit dem Ruderzentrum wird die Basis geschaffen für den Fortbestand und die Weiterentwicklung eines über 110-jährigen aktiven Dorfvereins. Der SCR engagiert sich seit jeher für ein lebendiges Dorf (3D-Sujet an der Räbechilbi, Schifflibar an der Chibli, Guinness Weltrekord am 750-Jahr-Jubiläum, Wasserballett an RiWo-grenzenlos, usw.). Er kann dies nur dann weiterführen, wenn er eine genügende Anzahl motivierte Mitglieder hat. Und die hat er nur, wenn auch die nötige Infrastruktur vorhanden ist.

Leuchtturm.png

Das neue Ruderzentrum kommt nicht nur dem Seeclub zugute, es bietet auch einen hohen Nutzen für die Gemeinde Richterswil und die Bevölkerung.

 

Als Teil des Wassersportzentrums Richterswil soll das RZR zu einem Leuchtturmprojekt für Richterswil werden.

 

Rudern für Alle

Ohne den genannten Gemeindebeitrag müsste der Seeclub die Mitgliederbeiträge massiv erhöhen, um das nötige Fremdkapital amortisieren und verzinsen zu können.

 

Rudern soll aber auch in Zukunft für Alle möglich sein, nicht nur für ein paar Gutbetuchte.